Kirche der Zukunft

Unter diesem Leitwort macht sich die Diözese Rottenburg-Stuttgart auf den Weg und will Kirche neu und anders gestalten.

Im Frühjahr 2025 haben Bischof Dr. Krämer und der Diözesanrat den Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ gestartet. Anlass dafür sind zentrale Herausforderungen wie rückläufige Mitgliederzahlen, steigende Kosten, sinkende Finanzmittel und weniger pastorales Personal.

Der Prozess umfasst aktuell die Programme

  • Seelsorge in neuen Strukturen
  • Verwaltung in neuen Strukturen
  • Räume für eine Kirche der Zukunft
  • Digitalstrategie
  • Zentrales Prozessmanagement
  • Organisationsentwicklung 

Ziel des Programms „Seelsorge in neuen Strukturen“ ist es, den veränderten pastoralen Anforderungen gerecht zu werden, die rückläufigen Finanz- und Personalressourcen zukunftsfähig zu verwenden und pastorales Personal und Ehrenamtliche von Verwaltungsaufgaben zu entlasten. 

Hierzu werden aus den aktuellen 1.020 Kirchengemeinden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bis zum Jahr 2030 50 bis 80 neue Großkirchengemeinden durch Union gebildet.

Die aktuellen Kirchengemeinden bleiben als Kirchorte als wichtige Orte des kirchlichen Lebens. Auch in den Großkirchengemeinden haben Katholik:innen die Möglichkeit, vor Ort Verantwortung zu übernehmen, beispielsweise in Kirchortausschüssen, Kirchortteams oder Themenausschüssen. Die neuen Großkirchengemeinden sind rechtlich eine Kirchengemeinde und verstehen sich ihrem Auftrag nach als Seelsorgeräume mit gemeindlichen und thematischen Kirchorten.

 Im Jahr 2026 startet die erste Phase der Umsetzung mit der Umschreibung der neuen Großkirchengemeinden. Wie die neuen Kirchengemeinden aussehen können, wird zunächst gemeinsam vor Ort entwickelt, beraten und diskutiert. Dabei werden verschiedene Kriterien wie Bezugspunkte der Menschen vor Ort, bestehende Kooperationen, Unterschiede zwischen Stadt und Land oder Entfernungen zwischen den Kirchorten innerhalb der neuen Kirchengemeinden berücksichtigt. 

Erste Vorschläge der Kirchengemeinden für die neuen Großkirchengemeinden werden Anfang Mai zuerst zu einem Dekanatsvorschlag, dann zu einem diözesanweiten Vorschlag zusammengeführt. Nach weiteren Beratungen und der Klärung noch offener Fragen geben die Gemeinden bis September ihre Voten ab, die fachlich geprüft und Ende November dem Diözesanrat zur Beratung vorgelegt werden. 

Auf dieser Grundlage entscheidet Bischof Dr. Krämer im Dezember 2026 und die zukünftige Landkarte der Diözese Rottenburg-Stuttgart steht. 

 Im Januar 2027 beginnt die Phase der die Bildung der neuen Großkirchengemeinden, in der die beteiligten Kirchengemeinden gleichberechtigt und gemeinsam für ihre jeweilige neue Kirchengemeinde eine Gründungsvereinbarung erstellen und beschließen. 
Im Moment sind für das Dekanat Göppingen/Geislingen drei solcher Großkirchengemeinden geplant.

weitere Links:

- Videobotschaft von Bischof Klaus Krämer vom 29.06.2025
- Homepage "Kirche der Zukunft"
- Informationsvideo “Seelsorge in neuen Strukturen”
- https://www.youtube.com/watch?v=w2WATVfgYIw