Worte zum Abschied
Schwestern und Brüder in den Kirchengemeinden Salach und Ottenbach!
Wenn Sie diese Worte lesen, habe ich, „meine sieben Sachen“ schon längst in unendlich viele Kartons gepackt um sie am 21. September nach Wolfegg bringen lassen. Was bleibt? Ein leeres Pfarrhaus? Nein, es bleiben Erinnerungen an acht intensive Jahre, in denen ich mit Ihnen geglaubt und gelebt habe, von Ihnen unterstützt, verstanden und begleitet wurde.
Deshalb bin ich sehr dankbar, dass Sie aus dem Glauben heraus das Leben der Gemeinden bereichert haben.
Viele kompetente Frauen und Männer habe ich erleben dürfen, denen die Kirche, der Glaube und das Leben vor Ort nicht gleichgültig sind und, die sich unterschiedlich engagiert haben.
Wer letzte Worte sagen soll, darf sagen, was ihm wichtig ist. An erster Stelle steht in diesen Abschiedstagen der Dank für die viele Freundlichkeit, die mir hier in den Gemeinden zuteilwurde. Großes Vertrauen und engagiertes Miteinander haben es mir immer leicht gemacht, meinen Dienst als Ihr Pfarrer zu tun. Ich möchte hier meinen Dank zum Ausdruck bringen, für die Abschiedsgottesdienste im August, für alle Geschenke, die vielen Briefe, für die so zahlreichen guten und wertschätzenden Worte, die ich erhalten habe.
Im Rückblick zeigen sich die vergangenen Jahre wie eine lange Kette unterschiedlichster Begegnungen und Erlebnisse, die mein Leben spannend und reich gemacht haben und ich mich einbringen dürfte, so wie ich in meinem Denken und im persönlichen Spüren der Botschaft Christi bin.
Zugleich möchte ich Sie bitten: Bleiben Sie weiterhin im Glauben fest verwurzelt, seien Sie für das ökumenische Miteinander mit Menschen unserer Schwesterngemeinden und halten Sie zusammen als starke Gemeinschaft, die sich um Christus sammelt. In einem Hochgebet der Eucharistiefeier heißt es: „Mache uns offen, für das, was die Menschen bewegt, dass wir ihre Trauer und Angst, ihre Freude und Hoffnung teilen und als treue Zeugen der Frohen Botschaft mit ihnen dir entgegengehen.“
Deshalb danke ich ALLEN, die auch für mich diese Zeugen gewesen sind, die mich im Glauben mitgetragen haben und mir zur Seite gestanden haben…
In Dankbarkeit und mit allen guten Wünschen für Ihre Zukunft!
Ihr Waldemar Wrobel, Pfarrer


