Pfarrkirche St. Sebastian

In den Jahren 1699 / 1701 wurde der ältere Teil der heutigen Kirche neu erbaut. Nachdem sie anfangs des 20. Jahrhunderts für die wach­sende Gemeinde zu klein war, wurde nach längerem Planen 1929/1930 die Südwand durchbrochen und das neue Kir­chenschiff nach Süden angebaut.

Nachdem der 2. Weltkrieg auch an der Kirche nicht spurlos vorüber­ging, wurde sie repariert und nach der Liturgiereform wieder umgestaltet. Dabei wurden die vorderen Chorfenster zugemauert, der alte Hochaltar entfernt und ein großer Volksaltar aufgestellt, die Kanzel wurde abgebaut und ein neuer Ambo aufgestellt, der Tabernakel kam auf die linke Seite vor dem Chorraum. Die Statuen der Chorwand rückten in den Bereich der Seitenaltäre.

Um die Jahrtausendwende wurde eine Generalsanierung immer dringender. Da auch das ganze Kirchenschiff nur noch selten in seiner Gesamtausdehnung benötigt wird, wurde der Bereich der alten Kirche durch eine flexible Glaswand vom neuen Kirchenschiff abgetrennt. Damit sollte eine neue Nutzung als Werktags- und Taufkapelle geschaffen werden. Statt der Bänke wurde nun der Raum flexibel bestuhlt. Die Wiederinbetriebnahme konnte am 9.11.2017 gefeiert werden. Danach wurden im neuen Chor die zugemauerten Fenster wieder ausgebrochen und der erhöhte Teil des Chores abgetragen. Nach Einbau neuer Fenster und einer grundlegenden Sanierung des ganzen Kirchenschiffes wurde am 22.11.2018 die Neusegnung der Kirche durch Domkapitular Rudi Hagmann feierlich begangen. Die neuen Kirchenfenster sind von dem Ottenbacher Glaskünstler Erich Funk gestaltet. Sie stellen den Sonnengesang des Hl. Franziskus dar.

2012 wurde auch der Kirchturm einer grundlegenden Renovierung unterzogen, der Glockenstuhl benötigte eine Reduzierung der Schwingungen und die Schallläden mussten ausgetauscht werden.

In den nächsten Jahren ist eine Generalüberholung der Orgel projektiert.

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